“Regeln oder Anarchie?” – Livestream zur DJV-Diskussion
Wie schon erwähnt lädt am heutigen (Donnerstag) Abend der DJV – der Deutsche Journalistenverband – in Berlin zu einer voraussichtlich spannenden Podiumsdiskussion: vermutlich vor allem über das Spannungsverhältnis von Journalismus und Blogging wird dort eine – wie man so schön sagt – “hochkarätige Runde” diskutieren.
Das Interesse an der Veranstaltung war größer als der Veranstaltungsort Plätze bereithält. Für all diejenigen, die nicht vor Ort sein können, an der Diskussion aber dennoch interessiert sind, bietet der DJV nun hier einen Livestream der Diskussion an – los geht es um 18.50 Uhr.

um 20:17
Es zeigt sich mit der gescheiterten Übertragung (der Server läuft seit 18:55 nur mit Fehlermeldungen und es war nur eine Minute lang ein Bild zu sehen – ab 19:55 funktioniert die Übertragung erstmals), dass der Ex-Stadtmarktetingexperte Konken auch um sich herum nicht gerade die besten Fachkräfte versammelt hat.
So sollte die Veranstaltung und die Liveübertragung die aufgeregten Blogger und Onliner beruhigen und die Kompetenz des machtlosen Vorsitzenden [moderiert, hkr] Konken demonstrieren.
Gerade das Thema Qualität sollte Hauptthema der Veranstaltung sein. Die Blamage gehört zum Verband einfach dazu.
Der [moderiert, hkr] Konken fordert in der Veranstaltung den Verzicht auf Anonymität. Er versteht einfach nicht, dass man knallharte Berichterstattung häufig nicht mit seinem Realname betreiben kann. Nur wer Macht und Geld hat, kann auch ohne Anonymität publizieren. Kleine Blogbetreiber können sich nicht jede Woche einen Prozess wegen Beleidigung leisten. In manchen Bereichen geht es dabei sogar um Gefängnisstrafen oder sogar den Tod.
Wer entscheidet eigentlich was ehrverletzend ist? Der angeschlagene Vorsitzende des DJV würde wahrscheinlich jeden Satz von http://www.Stadl.xx [moderiert, hkr] zur Anzeige bringen. Wer entscheidet was Qualität ist?
Publikationen mit fehlerhaftem Inhalt und haltlosen Verleumdungen verlieren Schnell Ihre Leser. Der Leser entscheidet über Qualität und die Pressefreiheit sollte möglichst viel Freiheit bei der Veröffentlichung garantieren. Je mehr Gerichte Journalisten wegen Ihrer Berichterstattung verurteilen, desto wichtiger wird Anonymität.
Man kann auch nicht Anonymität mit Dreck gleichsetzen, wie Konken es immer wieder betont. Auch Augstein und Tucholsky haben Ihre Werke anonym veröffentlicht. Beide werden wir wohl nicht als Schmierfinken bezeichnen wollen.
Der DJV sollte sich lieber um die Rahmenbedingungen kümmern und nicht über den Inhalt und die Qualität diskutieren. Das steht dem [moderiert, hkr] Konken, der noch nie richtig journalistisch tätig war, absolut nicht zu.
um 01:42
Ich weiss ja nicht, ob das nicht eh alles nur ein Sturm im Wasserglas ist. Welche Macht hat denn der Herr Konken? Kann er das Internet umkrempeln?
Ich denke nicht. Aber natürlich ist die ganze Bloggerszene auf den Beinen ;-)