Linden Lab verbietet Glücksspiel in Second Life

Die “virtuelle Sex-Industrie” und das Glücksspiel gelten bislang als zwei der Umsatzbringer in Second Life - doch das wird sich ändern. Denn ab sofort verbietet Linden Lab zumindest das Glücksspiel in seiner virtuellen Welt:

“While Linden Lab does not offer an online gambling service, Linden Lab and Second Life Residents must comply with state and federal laws applicable to regulated online gambling, even when both operators and players of the games reside outside of the US. And, because there are a variety of conflicting gambling regulations around the world we have chosen to restrict gambling in Second Life” (Quelle).

Erst vor wenigen Monaten hatte das US-amerikanische FBI sich mit einigen Casinos in Second Life auseinandergesetzt - was von manchen Beobachtern jedoch, zumindest mit Blick auf die mediale Aufarbeitung des Vorgangs, eher als ein Marketing Coup Linden Labs betrachtet wurde.

Der jetzige Schritt dürfte jedoch weit mehr sein als nur eine Marketing-Aktion. Durch Linden Lab verboten sind nun praktisch alle Formen des üblichen Glücksspiels - Blackjack, Poker, Roulette und “einarmige Banditen” ebenso wie Sportwetten. Linden Lab droht eine nachhaltig Durchsetzung des Verbots und Sanktionierung von Verstößen an:

“Linden Lab will actively enforce this policy. If we discover gambling activities that violate the policy, we will remove all related objects from the inworld environment, may suspend or terminate the accounts of residents involved without refund or payment, and may report any relevant details, including user information, to authorities and financial institutions.”

Die zur Policy veröffentlichen FAQ (”Fragen und Antworten”) klingen dabei allerdings nicht sonderlich danach, dass Linden Lab sich selbst aktiv um das Ent- und Aufdecken von Glücksspiel bemühen wollen würde:

“Our staff will review, investigate and respond to appropriate notices. We may retain additional staff or services to conduct this activity. When we discover objects or games within Second Life that meet the policy’s definition, we will remove them from Second Life.” (Hervorhebung hinzugefügt)

Trotz der Aufmerksamkeit, die virtuelle Casinos in Second Life - vor allem auch in den Medien - genossen haben, ist deren tatsächliche wirtschaftliche Relevanz bislang nicht unbedingt leicht zu erkennen. So sollen die drei größten Casinos in Second Life gerade einmal Gewinne in Höhe von monatlich jeweils rund 1.500 US$ erwirtschaftet haben.

Interessant ist Linden Labs Vorgehen gegen das Glücksspiel vor allem deshalb, weil die Firma zunehmend unter Druck gesetzt werden dürfte, auf eine Einhaltung der “Real Life Gesetze” zu achten. Während Second Life Chef Philip Rosedale in einem vor kurzem im Focus abgedruckten Interview noch so verstanden werden konnte, dass er den Ball eher den staatlichen Behörden zuspielen will, tritt man nun also selbst in Aktion.

Linden Labs vollständiges Statement und die entsprechende Policy finden sich hier auf dem offiziellen Linden Blog (wo die neue Policy auch bereits ausführlich diskutiert wird). Ebenfalls lesenswert in diesem Zusammenhang: “Gambling with Second Life” und “Linden Lab is in denial about its gambling problem

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Leserkommentare zum Beitrag


  1. 1 Boris

    Scheint es mir nur so, oder gehen die Leute, die sich in “Second Life” herumtreiben, tatsächlich bloß genauso gelangweilt ihrem gewöhnlichen Leben nach, wie sie es im “First Life” auch tun?

  2. 2 SLJustice

    Zu Allen Zweiten Leben-Avataras:

    Diese grundlegenden Dokumente werden der Angelegenheit eingeweiht, daß alle Avataras verursachtes gleiches sind und ausgestattet mit bestimmten unübertragbaren Rechten, die mit ihrem Schöpfer gleichzeitig vorhanden
    sind. Der zweiten in der Form geändert zu werden und angenommen worden Leben-gegeben Bevölkerung diese Dokumente werden frei,, die schließlich durch sie ohne irgendein copyright oder andere Reservierung von Rechten durch den Autor genehmigt wird.

    Anonym

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