Archive for the ‘Veranstaltungen’ category
Wie wird die re:publica08?
Heute startet ist die re:publica08 in Berlin gestartet. Drei Tage lang treffen sich “Blogger und andere Netzbewohner” (O-Ton der Veranstalter), um unter dem Titel “Die kritische Masse” zu einer Vielzahl interessantester Themen zu diskutieren – das volle Programm lässt sich hier einsehen.
Beim Durchsehen der angekündigten Vorträge, Sessions und Diskussionen habe ich mir etliche von ihnen vorgemerkt – und, ohne es gleich zu merken, darunter auch zwei, die parallel zu meinem eigenen Workshop am Freitag liegen.
Nach reiflicher Überlegung bin ich dann aber zu dem Schluß gekommen, dass mein eigener Beitrag natürlich doch der spannendere sein dürfte. Also gehe ich lieber dorthin. ;-)
“Regeln oder Anarchie?” – Livestream zur DJV-Diskussion
Wie schon erwähnt lädt am heutigen (Donnerstag) Abend der DJV – der Deutsche Journalistenverband – in Berlin zu einer voraussichtlich spannenden Podiumsdiskussion: vermutlich vor allem über das Spannungsverhältnis von Journalismus und Blogging wird dort eine – wie man so schön sagt – “hochkarätige Runde” diskutieren.
Das Interesse an der Veranstaltung war größer als der Veranstaltungsort Plätze bereithält. Für all diejenigen, die nicht vor Ort sein können, an der Diskussion aber dennoch interessiert sind, bietet der DJV nun hier einen Livestream der Diskussion an – los geht es um 18.50 Uhr.
„Qualitätsstandards sind gefragt“
Der DJV – der Deutsche Journalistenverband – lädt am morgigen Donnerstag ab 19.00 Uhr unter der Überschrift „Regeln oder Anarchie? – Journalismus im WWW“ zu einer hoffentlich (ich werde mir das Ganze wohl ansehen) interessanten Veranstaltung in Berlin: über das Spannungsverhältnis zwischen Journlismus / Journalisten und Blogging / Bloggern diskutieren dort Hans-Ulrich Jörges vom Stern, Prof. Dr. Wolfgang Donsbach von der Universität Dresden, Thomas Knüwer vom Handelsblatt, Michaela May von N24, Björn Sievers von Focus Online, Don Alphonso und der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken.
Die Zusammensetzung der Diskussionsrunde verspricht „ein gerüttelt Maß an Unterhaltung“, Thomas Knüwer läuft sich hier bereits einmal warm. Die Pressemeldung (sic!) zur Veranstaltung lässt dabei aufhorchen: während die Überschrift der Meldung „Qualitätsstandards sind gefragt“ die Intention des DJV doch deutlich durchscheinen lässt kann ich allerdings nicht erkennen, warum dort im Zusammenhang mit dieser Podiumsdiskussion dann gerade das Perlentaucher-Urteil und die Entscheidung zur „Forenhaftung“ gegen Stefan Niggemeier vor dem Landgericht Hamburg erwähnt werden – beide Verfahren haben eher wenig, wenn nicht gar gar nichts mit dem Thema der Qualitätsstandards im Onlinejournalismus zu tun.
Hinweis: Wer die Diskussion ebenfalls genießen möchte, der kann sich offenbar noch unter djv@djv.de für diese Veranstaltung anmelden – weitere Informationen hier.
Veranstaltungshinweis: hochkarätige Diskussionsrunde zur Online-Durchsuchung
Die Online-Durchsuchung dürfte – neben der Vorratsdatenspeicherung – derzeit eines der hierzulande nicht nur im Netz meistdiskutierten Themen sein. Am 10. Dezember trifft sich nun auf Einladung des Zentrums für angewandte Rechtswissenschaft eine hochkarätige Runde in Karlsruhe, um die Diskussion dort aufs Podium zu bringen.
Drei volle Stunden sind bemerkenswerterweise für die Veranstaltung “Online-Durchsuchungen – Schutz durch und vor dem Staat unter Wahrung der Balance von Sicherheit und Freiheit?” angesetzt – was bei einem Blick auf die Liste der Diskussionsteilnehmer freut, denn läßt dies doch auf eine nicht nur kompetente, sondern auch ausführliche Diskussion hoffen:
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Gerhart Rudolf Baum (Bundesinnenminister a.D.):
“Online-Durchsuchungen sind ein verfassungswidriger Eingriff in den Kernbereich privater Lebensgestaltung.”
Dipl.-Ing. Dirk Fox (Secorvo Security Consulting):
“Für die verfassungsrechtliche und politische Bewertung ist das Verständnis der technischen Möglichkeiten und Grenzen unabdingbar.”
Prof. Hansjörg Geiger (Universität Frankfurt a.M.):
“Wenn die Online-Durchsuchung kommt, muss ein Ombudsmann die Rechte der Betroffenen sichern.”
Dr. Jürgen-Peter Graf (Richter am Bundesgerichtshof):
“Aus Rechtsgründen sollte es keinen Unterschied machen, ob ein Datenträger bei einer ‘realen’ Durchsuchung beschlagnahmt oder ob er nur virtuell durchsucht wird.”
Peter Schaar (Bundesbeauftrager für den Datenschutz):
“Grundrechte gelten auch im virtuellen Raum. Die Online-Durchsuchung verletzt das Recht auf informationelle Selbstbestimmung.”
Jörg Ziercke (Präsident des Bundeskriminalamtes):
“Die Online-Durchsuchung ist ein entscheidendes Werkzeug im Kampf gegen den internationalen Terrorismus.”
Ellen Euler vom Junge Juristen Karlsruhe e.V., mit dem das Zentrum für angewandte Rechtswissenschaften bei dieser Veranstaltung kooperiert, hat mir erlaubt, den Flyer für die Veranstaltung hier online zu stellen (zum Download hier klicken (PDF-Dokument)). Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich an ein Fachpublikum; für Fragen zur Veranstaltung ist Frau Euler via Email unter euler[ät]ira.uka.de zu erreichen.
Veranstaltungshinweis: “Persönlichkeit im Netz” am 18. Oktober in Düsseldorf
Guido Karl, allmählich wohl Deutschlands bekanntester bloggender Polizist, weist auf eine überaus interessante Veranstaltung des Landesbeauftragten für Datenschutz Nordrhein-Westfalen hin: das am 18. Oktober in Düsseldorf stattfindende Symposium “Persönlichkeit im Netz: Sicherheit – Kontrolle – Transparenz“.
Auf dem Programm des Symposiums findet sich eine Vielzahl überaus interessant klingender Vorträge, so zum Beispiel ein Beitrag des aufgrund des IP-Nummern-Falles in die Kritik geratenen Patrick Breyer zur Vorratsdatenspeicherung, ein Vortrag von Richter Ulf Buermeyer – wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundesverfassungsgerichts – zur Online-Durchsuchung und eine Vielzahl anderer Beiträge.
Nicht zuletzt Online-Durchsuchung und Vorratsdatenspeicherung haben die Frage, wie im Netz mit Daten umgegangen wird, was die Möglichkeiten des Staates – aber auch von Firmen – sind, und wie die Menschen und “User” selbst damit umgehen stärker in das öffentliche Interesse gerückt. Nichts desto trotz herrscht – meinem Eindruck nach – vielerorten eine “informierte Uninformiertheit” – wer sich interessiert, die Zeit hat und die Gelegenheit findet, für den scheint das Symposium ein überaus lohnendes Ziel zu sein.
Veranstaltungshinweis: Symposium “Web 2.0 – ein Geschäftsmodell für die öffentliche Hand”
Kurz hinweisen möchte ich auf das am 8. und 9. November von der “Forschungsstelle der Universität Passau für Rechtsfragen der Hochschul- und Verwaltungsmodernisierung” veranstaltete Symposium “Web 2.0 – ein Geschäftsmodell für die öffentliche Hand”.
Die Agenda für die Veranstaltung liest sich überaus interessant, auf ihr stehen neben anderen beispielsweise Themen wie
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- E-Partizipation im Web 2.0 – Bürger als Ideen- und Wissensträger,
- Haftungsrisiken und Bürgerbeteiligung – öffentliche Hand im Web 2.0,
- Web 2.0 – Neue Wege der Politikkommunikation,
- Regulierungsrechtliche Herausforderungen im Web 2.0,
- Chancen / Risiken einer Web 2.0 gestützten Regierungskommunikation,
- Web 2.0 im Spannungsfeld von Ökonomie, Technik und Sicherheit.
Aus der Ankündigung:
- “Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe rund um den Einsatz von Informationstechnologie im öffentlichen Sektor. Bereits jetzt hat sich dabei ein interdisziplinär besetztes Kompetenznetzwerk aus Wissenschaftlern, Praktikern und Unternehmensführungen gebildet, das in Deutschland einmalig ist. Herzstück des Symposiums bilden die Vorträge sowie eine abschließende Podiumsdiskussion mit hochrangigen Wissenschaftlern und Experten aus der Praxis.“
Der Einsatz des “Web 2.0″ durch die öffentliche Hand ist ein in der Öffentlichkeit bislang kaum angesprochenes Thema – was einen besonderen Reiz dieser Veranstaltung ausmachen könnte.
Weitere Informationen zum Symposium (das zur Teilnahme eine vorhergehende Anmeldung voraussetzt, für das allerdings kein Tagungsbeitrag erhoben wird) und ein Anmeldeformular sind unter www.rehmo.uni-passau.de/symposium zu finden.
