Archive for the ‘Veranstaltungen’ category

Dritte Auflage: IT-LawCamp 2012 am 17. März in Frankfurt am Main

Die Kanzlei Bird & Bird geht mit dem IT-LawCamp in die nächste Runde: Am 17. März wird diese innovative IT-Rechts-Konferenz zum dritten Mal in Frankfurt am Main stattfinden. Sie wissen nicht, was ein LawCamp ist? Hier und hier können Sie mehr darüber erfahren.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine Anmeldung zwar noch nicht möglich, es gilt also eher noch das Prinzip „Safe the Date“. Wer sich für die Veranstaltung interessiert – und ich kann sie nur empfehlen – dem und der sei empfohlen, www.itlawcamp.de im Auge zu behalten. Dort sollte die Anmeldung in Kürze freigeschaltet werden.

Disclosure: Ich bin an der Entwicklung des Konzepts sowie an der Organisation des ersten IT-LawCamps beteiligt gewesen.

Udo Vetter: “Sicheres Publizieren im Web” – Vortragsvideo

Spätestens seitdem wir Udo Vetter 2010 als Referenten für das erste deutsche IT-LawCamp gewinnen konnten, schätze ich den Kollegen nicht nur für seinen pointierten Schreibstil, sondern auch für seinen unterhaltsamen Vortragsstil. Jetzt ist Udo Vetter in Düsseldorf wieder einmal aufs Podium geklettert und hat zum Theme „Sicheres Publizieren im Netz“ gesprochen. Erfreulicherweise haben die Macher von Blinkenlichten TV den Vortrag aufs Band (bzw. die Speicherkarte) gebannt, und ebenso erfreulicherweise haben Blinkenlichten TV und Udo Vetter grünes Licht dafür gegeben, dass ich das Video hier auf dem Blog einbinde.

Was ich sehr gerne tue – also: Vorhang auf!



Und wer sich jetzt noch nicht sattgesehen hat, dem seien auch noch Udo Vetters „Spielregeln für den zweiten Lebensraum“ empfohlen. Ebenfalls in Farbe und mit Ton als Bewegtbild abrufbar – und ebenfalls sehenswert.

Kostenlos online: 40 Videos von Vorträge auf der DSRI Herbstakademie 2011

28. September 2011Veranstaltungenby Henning Krieg
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Die jährlich stattfindende Herbstakademie der Deutschen Stiftung für Recht und Informatik hat sich seit ihrer ersten Auflage im Jahr 2000 zu einer der wichtigsten IT- und onlinerechtlichen Veranstaltungen in Deutschland entwickelt. Im vergangenen Jahr hatte das Organisationsteam rund um Professor Jürgen Taeger mit einer bemerkenswerten Neuerung aufgewartet: Im Nachgang zur Veranstaltung wurden fast sämtliche der während der Herbstakademie 2010 per Video aufgezeichneten Vorträge zum kostenlosen Abruf online zur Verfügung gestellt.

Und genau dies ist nun auch mit Videos von Vorträgen der Herbstakademie 2011 geschehen. Fast alle der auf der dreitägigen Konferenz gehaltenen Vorträge sind im Video kostenlos abrufbar – und im Paket gibt es gleich die Vortragsfolien der Vortragenden mit dazu. Unter den Themen finden sich Perlen wie

Ein Überblick über die gesamten 40 (!) aufgezeichneten Vorträge gibt es hier.

Und täglich grüßt das Urheberrecht

So eindeutig die Rechtslage in dieser Hinsicht auch ist – noch immer ist (bei weitem) nicht allen Bloggern und Webseiten-Betreibern klar, dass sie fremde Fotografien nicht einfach auf ihre Seiten kopieren dürfen. Wenn sie dies tun wollen, dann müssen sie vorher beim Rechteinhaber eine Erlaubnis hierfür einholen. „Copy and Paste“ ohne Erlaubnis ist bei Fotografien die beste (unfreiwillige) Einladung zur Abmahnung, weil das deutsche Urheberrecht selbst jeden simplen Schnappschuss schützt. Und das auch dann, wenn das kopierte Foto sehr klein ist: Selbst so genannte Thumbnails, also miniaturisierte Bilder, geniessen urheberrechtlichen Schutz.

Leider mehr als nur etwas unglücklich ist war daher eine Softwareempfehlung, die der Stern nun veröffentlicht hat hatte. Unter dem Titel „Pixel-Spielzeuge für mehr Fotospaß“ empfiehlt der Stern das Freeware-Tool „SmillaEnlarger“, mit dem Minibilder um bis zu 3.000 Prozent vergrößert werden können sollen, ohne dass das Ergebnis nur noch aus Pixelblöcken besteht. An sich noch keine problematische Sache – nur lädt lud der Stern quasi zur Urheberrechtsverletzung ein, wenn als es in der Einleitung zur Empfehlung heisst hieß

    Manche Handy-Bilder oder Grafiken aus dem Internet sind so klein, dass sie sich für die eigenen Projekte nicht verwenden lassen„,

und anschließend kurz die Funktionsweise von SmillaEnlarger erklärt wird wurde ohne jedoch klarzustellen, dass das ungefragte Verwenden fremder Fotos aus dem Internet nicht erlaubt ist.1 Im Fall der Fälle kann man sehr schnell den Spaß am „Pixel-Spielzeug für mehr Fotospaß“ verlieren.

Update: Beim Stern hat man inzwischen reagiert – und die oben zitierte Formulierung geändert. Jetzt heißt es dort:

    Manche Handy-Bilder oder Grafiken sind so klein, dass mit ihnen nicht viel anfangen kann.

Chapeau, liebe Stern-Redaktion! Klasse (und schnell) reagiert!

Wer noch etwas mehr zum Fotorecht lesen möchte, dem empfehle ich die kurze Artikelserie von Arne Trautmann zum Thema. Schon vor einigen Jahren geschrieben, aber immer noch aktuell, und wunderbar auch für Nichtjuristen verständlich.

Und in diesem Zusammenhang vielleicht auch von Interesse: „Von der Bedeutung intelligenter Plattformgestaltung: TwitPic – Einladung zur Abmahnung?“ und „Mosaic Maker Stöckchen: Einladung zur Abmahnung

  1. Anders ist es nur, wenn der Rechteinhaber seine Fotos von vornherein „frei“ zur Verfügung gestellt hat, bspw. indem er sie unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht hat. []

Das erste deutsche LawCamp – eine kleine Nachlese

Am vergangenen Samstag fand in Frankfurt am Main das erste deutsche LawCamp statt – und es ist eine, wie ich finde, rundum gelungene Veranstaltung geworden.1 Rund 150 Juristinnen und Juristen nahmen an der von der Kanzlei Bird & Bird organisierten Konferenz teil, in über 30 meist hochspannenden und qualitativ hochwertigen Vorträgen wurden aktuelle IT-rechtliche Fragestellungen adressiert.


lawcamp_logo

Die Bandbreite der angesprochenen Themen war bemerkenswert. Von vornherein waren fünf Themenkomplexe als übergeordnete „Track-Themen“ festgelegt worden, namentlich (i) Outsourcing, (ii) Public Sector, (iii) Web 2.0, (iv) Digitale Medien und Urheberrecht sowie schließlich (v) Datenschutzrecht, ein weiterer Track fungierte als „Open Stage“. Wie vielfältig das Angebot der Vorträge und Workshops am Ende wurde, lässt sich sehr gut aus dem Veranstaltungsprogramm ersehen (PDF).

Gut bewährt hat sich meiner Meinung nach, beim LawCamp das „BarCamp-Prinzip“ leicht zu modifizieren. Bei einem BarCamp wird das Programm der Veranstaltung normalerweise erst bei einem morgendlichen Kick-Off-Treffen zusammengestellt (wie das funktioniert, erklärt Franz Patzig hier sehr anschaulich). Da dieses Vorgehen unter Juristen vermutlich noch nicht allgemein bekannt war, wurde beim LawCamp vorab ein Rumpfprogramm geplant und veröffentlicht. Von Anfang an mit dabei waren so beispielsweise Jörg Heidrich vom heise Verlag, Dr. Florian Drücke vom Bundesverband Musikindustrie, Dr. Patrick Breyer vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, Robert Bartel von der Deutschen Bahn, Bettina Robrecht von der Schufa, Lawblogger Udo Vetter und Ralf Zosel (vormals Beck-Verlag).


LawCamp

Beeindruckt bin ich davon, wie viele zusätzliche Meldungen es dann am Tag der Veranstaltung gab – insgesamt 16 Referentinnen und Referenten traten noch mit neuen Programmvorschlägen vor das Publikum. Während der Veranstaltung wurde übrigens auch fleissig getwittert – wie sich hier sehen lässt.

Wie das Programm, so war auch das – juristische – Publikum gut gemischt. Neben Großkanzleikollegen und Vertretern großer Unternehmen und Verbände wie beispielsweise der SCHUFA, Nokia, BITKOM und eco waren auch Kollegen aus kleinen und mittlereren Kanzleien ebenso wie Ministerialbeamte, Hochschulprofessoren und Studierende vor Ort. Die Atmosphäre war ausgesprochen angenehm, und im Vergleich zu vielen von mir bisher besuchten anderen juristischen Fachveranstaltungen gab es einen wesentlich offeneren Umgang miteinander.

Obwohl noch kein konkreter Termin für eine Neuauflage eines LawCamps feststeht bin ich sicher, dass das LawCamp „gekommen ist, um zu bleiben“. Die Premiere hat gezeigt, dass sich das BarCamp-Format auch bei einer auf Juristinnen und Juristen ausgerichteten Veranstaltung erfolgreich umsetzen lässt – und das lässt erwarten, dass dies auch in Zukunft wieder geschehen wird.

  1. DISCLOSURE: Vor meinem Wechsel von Bird & Bird zu Osborne Clarke habe ich gemeinsam mit meinem Ex-Kollegen Jan Dirk Roggenkamp die Veranstaltung des LawCamps durch Bird & Bird vorgeschlagen und war an dessen anschließender Planung wesentlich beteiligt. []

Veranstaltungshinweis: Erster Twittwoch in Frankfurt am Main am 2.12.2009

twittwoch-logoAb Dezember geht der Twittwoch auch in Frankfurt am Main an den Start: Am 2. Dezember wird die erste Veranstaltung am Main stattfinden, Fortsetzungen sind im Turnus von jeweils sechs bis acht Wochen fest geplant. Das Ziel des Twittwochs ist es, Unternehmen, deren Mitarbeiter und Selbständige an Social Media heranzuführen, voneinander zu lernen und sich untereinander auf Augenhöhe auszutauschen; mehr zum Hintergrund der Veranstaltungsserie hier. Organisiert wird der Twittwoch in Frankfurt von Andrea Otto und meiner Wenigkeit.

Drei spannende Kurzvorträge können wir an dieser Stelle für die Premierenveranstaltung ankündigen:

tweetranking.de: Holger Schmidt, nicht nur als Netzökonom der FAZ aufmerksamer Beobachter von Twitter, sondern auch der Macher hinter www.tweetranking.de, wird den von ihm realisierten Dienst Tweetranking vorstellen.

„Gezwitscher“ bei der SEB Bank: Die SEB Bank war mit ihrem im Januar 2009 abgesetzten „Premierentweet“ nicht nur eines der ersten in Deutschland twitternden Kreditinstitute, sondern ist heute auch eine der auf Twitter erfolgreichsten deutschen Banken. Kimmo Best, Leiter externe Kommunikation der SEB, wird einen Einblick in das „Bankentwittern“ geben.

Die Stadt Frankfurt auf Twitter: Unter www.twitter.com/stadt_ffm findet sich der offizielle Twitter-Stream der Stadt Frankfurt am Main (betrieben durch das Presse- und Informationsamt) – und beim 1. Twittwoch in Frankfurt wird es Einblicke in das „Städtetwittern“ geben.

Die Premiere des Twittwochs in Frankfurt am Main wird in den Räumlichkeiten des Deutschen Fachverlags stattfinden, der die Veranstaltung freundlicherweise unterstützt (und in dessen Reihen sich ebenfalls eine ganze Menge Twitterer finden, zu denken ist beispielsweise nur an Off the record, Torsten Kutschke oder den Betriebsberater).

Um Anmeldung wird gebeten, wahlweise über die Veranstaltungsseite bei Xing oder unter frankfurt@twittwoch.de.

Update: Die Veranstaltung ist inzwischen ausgebucht (80 verfügbare Plätze). Gerne können Sie sich unter frankfurt@twittwoch.de aber auf die Warteliste setzen lassen, wir kontaktieren Sie, falls Sie noch „nachrutschen“ können.