Archive for the ‘Blogs & Recht’ category
Shocking: Impressumspflicht für Twitter-Profile? Teil 3 – Die Umsetzung
Teil 3 einer etwas umfassenderen Betrachtung: Ob sich ein anständiges Impressum auf Twitter überhaupt einrichten lässt – und wenn ja, wie.
Nach den ersten beiden Teilen dieser kleinen Beitragsserie sieht es so aus, dass
- (zumindest bestimmte) Nutzer von Twitter ein Impressum für Ihre Profile benötigen1 , und
- insbesondere all diejenigen, die geschäftlich twittern, sich ein Impressum zulegen sollten.2
Da stellen sich natürlich Fragen: Wie lässt sich denn ein Impressum auf einem Twitter-Profil ordnungsgemäß einbinden – ist das bei den begrenzten Gestaltungsmöglichkeiten dort überhaupt möglich? Und wenn ja, welche Angaben gehören dann in ein Impressum, damit die gesetzlichen Informationspflichten erfüllt werden?
- Wobei man, wie im zweiten Teil aufgezeigt, auch anderer Meinung sein kann [↩]
- Meiner Meinung nach übrigens schon allein aus Gründen der Professionalität. [↩]
Shocking: Impressumspflicht für Twitter-Profile? Teil 2 – Wann die Impressumspflicht bestehen kann
Teil 2 einer etwas umfassenderen Betrachtung: Die Sache mit den einzelnen Twitter-Profilen.
Nach dem ersten Teil (siehe hier) dieser kleinen Beitragsserie ist klar: Nicht nur der Betreiber einer Plattform wie eBay oder Twitter kann einer Impressumspflicht unterliegen. Auch die Nutzer dieser Plattformen können verpflichtet sein, für ihre eigenen Unterseiten auf den Plattformen ein (eigenes) Impressum vorzuhalten – nämlich dann, wenn ihre Unterseiten ein eigener “Telemediendienst” sind.
Heißt das nun, dass man ein Impressum für sein Twitter-Profil braucht? Oder spricht vielleicht gerade im Fall von Twitter doch etwas (vielleicht sogar generell) gegen eine Impressumspflicht?
Shocking: Impressumspflicht für Twitter-Profile? Teil 1 – Grundsätzliches zur Impressumspflicht
Teil 1 einer etwas umfassenderen Betrachtung: Grundsätzliches zur Impressumspflicht.
Vor kurzem habe ich in einem Interview mit der Computerwoche erwähnt, dass es eine Impressumspflicht für Twitter-Profile geben kann – und damit ein klein wenig Staub aufgewirbelt. Die Reaktionen reichen von Zustimmung über Ablehnung bis hin zu, sagen wir einmal, absolutem Unverständnis.
Machen die Juristen jetzt auch noch Twitter kaputt? Keineswegs. Schwappt jetzt die Abmahnwelle auch über Twitter? Nicht unbedingt. Schauen wir uns das Ganze doch einmal genauer an und gehen dabei am besten systematisch vor (das machen wir Juristen ja gerne).
Bundesprüfstelle setzt erstmals Blog auf den Index
Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) hat zum ersten Mal ein Blog auf den Index gesetzt. Das indizierte Blog hat nach einer Meldung von Dr. Marc Liesching “Anorexie und Magersucht (Anorexia nervosa) in Gedichten, so genannten „Glaubensbekenntnissen”, Handlungsanweisungen und „Motivationsverträgen” extrem positiv darstellt und glorifiziert“.
Bereits Anfang 2008 hatte die BPjM zu “Pro-Anorexie-Internet-Angeboten” und deren Bewertung durch das so genannte BPjM-12er-Gremium (das 12er-Gremium ist das zentrale Entscheidungsorgan der BPjM) Stellung genommen (als PDF hier abrufbar). Grundlegende Informationen zum Indizierungsverfahren vor der Bundesprüfstelle und den Konsequenzen einer Indizierung hält die BPjM hier bereit.
UPDATE: Johnny Häusler setzt sich auf Spreeblick ausführlich mit der Indizierung auf Basis der 16seitigen Begründung der BPjM auseinander. Lesenswert.
Die Vermessung der Blawgosphäre im Q4 / 2008
Eimmal im Quartal packe ich hier den Rechenschieber aus und “vermesse die Blawgosphäre” – sprich: ich versuche zu ermitteln, welche deutschsprachigen Blawgs und Lawblogs am häufigsten per Feedreader abonniert werden, und welche in den letzten sechs Monaten am häufigsten von anderen Blogs aus verlinkt wurden. Dies sind zwei der nur wenigen halbwegs zugänglichen Werte, anhand derer sich die Reichweite der Blawgosphäre ansatzweise einschätzen lässt.
Hier nun die Zahlen für das mit dem Dezember 2008 zu Ende gegangene Quartal. Die nachfolgende Tabelle listet zunächst die 37 laut Technorati Ende Dezember in den vorhergehenden sechs Monaten am häufigsten aus anderen Blogs heraus verlinkten deutschsprachigen Lawblogs auf (in Klammern jeweils die frühere Platzierung sowie die im September ermittelten Technorati-Werte). Weiter unten folgt die Tabelle der mittels des Google Feedreaders am häufigsten abonnierten Blawgs.
Leseempfehlung: “Der Tanz um die Haftungsfallen”
Vor kurzem hatte ich das Vergnügen, mich mit Hendrik Wieduwilt von der FAZ über rechtliche Fallstricke des Bloggens zu unterhalten. Hendrik Wieduwilt hat sich daneben noch mit zwei weiteren Berufskollegen ausgetauscht, und herausgekommen ist letztendlich – wie ich finde – ein sehr lesenswerter Beitrag, online zu finden hier.
