Archive for the 'Blogs im Allgemeinen' Category

Die Vermessung der Blawgosphäre im Q4 / 2008

Eimmal im Quartal packe ich hier den Rechenschieber aus und “vermesse die Blawgosphäre” - sprich: ich versuche zu ermitteln, welche deutschsprachigen Blawgs und Lawblogs am häufigsten per Feedreader abonniert werden, und welche in den letzten sechs Monaten am häufigsten von anderen Blogs aus verlinkt wurden. Dies sind zwei der nur wenigen halbwegs zugänglichen Werte, anhand derer sich die Reichweite der Blawgosphäre ansatzweise einschätzen lässt.

Hier nun die Zahlen für das mit dem Dezember 2008 zu Ende gegangene Quartal. Die nachfolgende Tabelle listet zunächst die 37 laut Technorati Ende Dezember in den vorhergehenden sechs Monaten am häufigsten aus anderen Blogs heraus verlinkten deutschsprachigen Lawblogs auf (in Klammern jeweils die frühere Platzierung sowie die im September ermittelten Technorati-Werte). Weiter unten folgt die Tabelle der mittels des Google Feedreaders am häufigsten abonnierten Blawgs.

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Die Blawgosphäre und das Pagerank Update 10/2008

Auf diesem Blog “vermesse” ich regelmäßig - in Ansätzen - die deutschsprachige “Blawgosphäre”. Nachdem ich vor kurzem neue Übersichten über die aktuell meistverlinkten und die wohl meistabonnierten Lawblogs veröffentlicht habe, liefert nun Google mit einem Pagerank-Update weiteres neues Rohmaterial (sollten Sie sich fragen, was der Pagerank ist: hier finden Sie weitergehende Informationen).

Sieht man sich das Ganze einmal genauer an, dann ergeben sich für die deutsche Blawgosphäre die folgenden aktuellen Pagerank-Werte (einbezogen sind hier alle Blawgs, die in den Erhebungen über die meistabonnierten bzw. meistverlinkten deutschen Blawgs gelistet sind; in Klammern am Ende jeweils der Pagerank der gelisteten Blogs nach dem vorhergehenden Pagerank-Update im Juli 2008):

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Die meistabonnierten deutschen Lawblog-Feeds im September 2008

Was sind die meistgelesenen Lawblogs in Deutschland? Während sich der Webtraffic von Webseiten nur schwer “von außen” messen lässt ermöglicht Google es zumindest herauszufinden, wie viele Leser den RSS-Feed eines Blogs über einen Dienst von Google abonniert haben. Seit dem Oktober 2007 veröffentliche ich hier quartalsweise Übersichten zu den meistabonnierten Lawblog-Feeds - und damit ist es nun Zeit für eine aktuelle Übersicht über die reichweitenstärksten deutschen Lawblog-Feeds.

Berücksichtigt wurden Lawblogs mit einer Mindest-Abonnentenzahl von 10, was bereits etwas über die Reichweite der “Blawgosphäre” aussagt - mehr hierzu im Anschluss an die Tabelle. In Klammern jeweils die Platzierung (NE=Neueintritt) sowie die Abonnentenzahl im Vorquartal (wenn Sie sich fragen sollten, was RSS-Feeds und der Google Feedreader überhaupt sind - eine kurze Erklärung gibt es beispielweise hier).

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Die Vermessung der Blawgosphäre im Q3 / 2008

Eimmal im Quartal packe ich hier den Rechenschieber aus und “vermesse die Blawgosphäre” - sprich: ich versuche zu ermitteln, welche deutschsprachigen Blawgs und Lawblogs am häufigsten per Feedreader abonniert werden, und welche in den letzten sechs Monaten am häufigsten von anderen Blogs aus verlinkt wurden. Dies sind zwei der nur wenigen zugänglichen Werte, anhand derer sich die Reichweite der Blawgosphäre halbwegs einschätzen lässt.

Nachdem meine letzten Zahlen aus dem Juni dieses Jahres stammen, ist es nun Zeit für einen neuen Überblick. Die untenstehende Tabelle listet die 36 laut Technorati in den letzten sechs Monaten am häufigsten aus anderen Blogs heraus verlinkten deutschsprachigen Lawblogs auf (in Klammern jeweils die frühere Platzierung sowie (am Ende) die im Juni ermittelten Technorati-Werte). Die Übersicht zu den derzeit per Feedreader am häufigsten abonnierten Blawgs folgt in den nächsten Tagen.

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Rivva Recht - Memetracker für die Blawgosphäre?

Rivva ist einer der wenigen Memetracker, die deutschsprachige Onlinemedien auswerten und einen Überblick über die aktuell am meistdiskutierten Themen und Beiträge zu liefern versuchen (sollte Ihnen das Konzept eines Memetrackers nicht geläufig sein: hier finden Sie eine umfassendere Erläuterung hierzu). Ein Manko an Rivva ist bislang gewesen, dass der Dienst nicht zwischen verschiedenen Themengebieten unterschieden hat. Entsprechend wurde auf Rivva regelmäßig ein unsortierter Themenmix präsentiert, bei dem - nicht sonderlich überraschend - Beiträge mit Onlinebezug deutlich dominierten.

Dieses Manko könnte nun beseitigt worden sein. Denn heimlich, still und leise hat Frank Westphal, der Betreiber von Rivva, seinen Dienst jetzt weiter aufgebohrt: Neu ist, dass Rivva neben dem allgemeinen Überblick nun auch Ergebnisse für acht ausgewählte Ressorts präsentiert, namentlich die Ressorts Technologie, Medien, Politik, Wirtschaft, Kultur, Leben, Wissen - und Recht.

Gibt es mit Rivva Recht nun also einen Memetracker für die deutsche “Blawgosphäre”? Wohl eher nicht. Hinter Rivva steckt kein Redaktionsteam, sondern eine vollautomatische Suchmaschine. Diese Automatisierung bringt bestimmte Beschränkungen und Ungenauigkeiten mit sich (die offen auch im Rivva-Blog angesprochen und diskutiert werden). Zudem ist der Kreis der von Rivva berücksichtigten Medien und Blogs beschränkt: “Neue Blogs können nur nominiert werden von Blogs, die schon dabei sind. Bitte weder persönlich nehmen noch als elitär abstempeln – Peer-to-Peer-Vertrauen stellt schlicht und ergreifend das beste Qualitätskriterium dar, vor allem im Schutz gegen Spam. Bringt ein Blog keine interessanten neuen Beiträge oder fällt es in der Gunst seiner Bloggerkollegen ab, kann es auch wieder rausfliegen” (Quelle).

Einen umfassenden Überblick über die gesamte Blawgosphäre kann - und will - Rivva also gar nicht geben. Dennoch dürfte es sich meiner Ansicht nach lohnen, Rivva Recht im Auge zu behalten - schon das “große Rivva” hat sich als wertvolles Tool erwiesen. Und da Frank Westphal für jedes der acht neuen Ressorts auch einen eigenen RSS-Feed anbietet, kann Rivva Recht auch komfortabel mit einen Feedreader abonniert werden.

Die Blawgosphäre und das Pagerank Update

Regelmäßige Leser dieses Blogs werden wissen, dass ich mich gerne auch mit der “Vermessung der Blawgosphäre” beschäftige. Nun gibt es für diese Vermessung neues Zahlenmaterial: Google hat vor kurzem den Pagerank der in seiner Suchmaschine indizierten Webseiten aktualisiert (sollten Sie sich fragen, was der Pagerank ist: hier finden Sie weitergehende Informationen).

Sieht man sich das Ganze nun einmal genauer an, dann ergeben sich für die im Mai dieses Jahres per RSS meistabonnierten deutschen Lawblogs die folgenden Werte:

Pagerank 6

Kanzlei Keller-Stoltenhoff (it-recht-kanzlei.de)
LAWgical
RA Arne Trautmann u.a. (law-blog.de)
RA Udo Vetter (lawblog.de)

Pagerank 5

Beck-Blog (Beck-Verlag)
Jurabilis
Kanzlei Kremer
Margaret Marks’ TransBlawg
Markenblog
RA Dr. Carsten Ulbricht (rechtzweinull.de)
RA Christian Säfgen (Obiter Dictum)
RA Henning Krieg, LL.M. (kriegs-recht.de)
RA Sascha Kremer (Vertretbar Weblawg)
Telemedicus
Prof. Dr. Ulrich Noack

Pagerank 4

Ekrem Senol (Jurblog)
Kleinblog - Rechtsreferendar David Klein
Kleinstbuden-Mechanic
Knastblog (Udo Vetter)
LBR-Blog
Maas Rechtsanwälte
MCNeubert lawblog
Mord ist mein Beruf, Rechtsanwalt Johannes
RA Jens Hänsch
RA Jürgen Melchior
RA Michael W. Felser (Juracity)
RA Siegried Exner (Jur-Blog)
RA Stephan Hansen-Oest (say-ho)
RA Thomas Schwenke (advisign.de)
Recht und Alltag, RA Janke
Strafprozesse und andere Ungereimtheiten
verbraucherrechtliches

Pagerank 3

“Arbeitsrecht” auf Zeit.de von Ulf Weigelt
“Ich klach mich tot…”
RA Thomas Klotz (RA-Blog)
Sartorienfelder von Uwe Tetzlaff

Die “Bottom Line”

Die Bedeutung des Google Pageranks sollte dabei nicht überschätzt werden. Man muß es dabei zwar nicht unbedingt so extrem sehen wie Robert Basic, der Bloggern rät, Google gleich völlig zu ignorieren (siehe hier). Aber tatsächlich sagt der Pagerank für sich allein beispielsweise noch nichts zur Positionierung einer Webseite mit Blick auf bestimmte Themen und die in Zusammenhang mit diesen verwendeten Suchbegriffe aus.

Aber immerhin bieten diese Werte doch ein gewissen Maß an Orientierung. Google scheint Blogs dabei nach wie vor recht wohlwollend zu betrachten, einige der aufgeführten Blogs haben in den letzten sechs Monaten einen guten Sprung nach vorn gemacht (im November 2007 hatte ich für einen großen Teil dieser Blogs schon einmal den Pagerank ermittelt; wer die Werte vergleichen will, der findet die früheren Werte hier).

Weiterführende Links

- Die Vermessung der Blawgosphäre - eine Reise ins Ungewisse
- Die meistabonnierten Lawblog-Feeds im Mai 2008

Die Vermessung der Blawgosphaere - eine Reise durchs Ungewisse

Vor kurzem habe ich an dieser Stelle eine Übersicht über die derzeit meistabonnierten deutschen Lawblog-Feeds veröffentlicht, und im Nachgang dazu einige Gedanken zu Sinn und Unsinn solcher und ähnlicher “Rankings” festgehalten. Meiner Meinung nach sind Übersichten dieser Art nicht uninteressant - dabei aber weitgehend ungeeignet, um eine umfassende hierarchische Einordnung von Blogs im Allgemeinen oder “Blawgs” im Speziellen vorzunehmen.

Jeder einzelne bei einem solchen Vergleich vermessene Wert - im erwähnten Fall die Zahl der Feed-Abonnenten - ermöglicht nur einen einzelnen Blick auf die betrachteten Blogs. Viele andere Werte hingegen wie beispielsweise die Reichweite der Webseiten oder der “Einfluss” der Autoren lassen sich schon gar nicht verlässlich messen. Und selbst wenn dies möglich wäre, so würde sich dann doch immer noch die Frage stellen, wie diese Werte zueinander gewichtet werden sollten. Sprich: ein aussagekräftiges umfassendes “Ranking” fuer Blawgs kann es meiner Meinung nach schlicht nicht geben.

Bedarf nach einer Vermessung der Blawgosphaere

Die Idee einer “Vermessung der Blawgosphaere” scheint allerdings momentan eine ganze Reihe von Personen zu beschäftigen. Langsam aber sicher nutzen immer mehr Juristen Blogs (übrigens mit zum Teil sehr unterschiedlichen Zielen), und selbst in “DER” juristischen Fachpublikation NJW beschäftigt man sich mit dem Thema.

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Warum ein “Blog-to-Ebook” Plugin so wertvoll wäre

Wenn zu erklären versucht wird, was ein Blog ist, dann bemüht man in Deutschland fast unweigerlich das Bild des “virtuellen Tagebuches”: in einem Blog würden persönliche Beiträge online niedergeschrieben, und sie erschienen dann auf einer Webseite chronologisch sortiert. So kurz gegriffen und unzureichend der Vergleich mit Tagebüchern auch ist - tatsächlich ist Blogsoftware schlicht ein vielseitiges Content Management System, entsprechend vielfältig ist die Bloglandschaft -, so zutreffend ist doch eines: Die Beiträge auf Blogs sind in aller Regel chronologisch sortiert. Und damit sind Blogbeiträge von vornherein mit einer überaus kurzen Halbwertzeit versehen: was durch neuere Beiträge von der Startseite eines Blogs verdrängt wurde, das wird regelmäßig kaum noch wahrgenommen.

Das ist ein unbefriedigender Zustand. Auf vielen Blogs kommt es nämlich auf eine Tagesaktualität gar nicht an. Offensichtlich ist das zum Beispiel in der “blogosphärischen Entertainment-Sparte”: Beetlebums Cartoons sind genauso wie die Beiträge des bloggenden Polizisten “Steel” auch dann unterhaltsam, wenn sie bereits vor Wochen oder Monaten veröffentlicht wurden. Auch (und insbesondere) in den Archiven von Fach- und Special-Interest-Blogs schlummern in den Archiven unzählige ältere und weniger beachtete, aber nichtsdestotrotz nicht weniger lesenswerte Artikel. Solange diese aber nicht in prominenter Weise beworben werden, schlafen sie meist weiter ihren Dornröschenschlaf.

Das ist aber auch ein unbefriedigender Zustand, der sich verbessern ließe. Wenn es beispielsweise eine unkomplizierte Möglichkeit gäbe, aus dem eigenen Blog ein ansehnliches Ebook im PDF-Format zusammenzustellen. Dann nämlich ließe sich ein ganzes Blog oder auch beliebige Auszüge davon zum Download anbieten. Dadurch, dass das Blog quasi offline verfügbar wäre, würden auch die älteren Beiträge noch einmal mehr Aufmerksamkeit erfahren können. Weitere große Vorteile: mit einem Ebook im PDF-Format lassen sich mit großer Sicherheit nicht nur Leser in anderen Situationen als die typischen Blogleser erreichen - wenn sie nämlich nicht online sind -, sondern auch Leser mit anderen Lesegewohnheiten.

Das Ganze ließe sich in Form eines Plugins ermöglichen, das auf dem Blog aufgesetzt wird und einen Blogbetreiber in die Lage versetzt, sich auf Basis seiner Blogbeiträge - und eventuell auch der dazu abgegebenen Kommentare - sein eigenes Ebook einfach zusammenzuklicken.

Einige wichtige Features eines solchen Plugins wären:

    Freie Auswahl der Beiträge
    Nicht jeder Beitrag eignet sich unbedingt für ein Ebook - wichtig wäre deshalb, dass nicht automatisch alle Beiträge übernommen werden, sondern sich die Beiträge zusammenstellen lassen. Hierdurch auch möglich: Jahrbücher oder Ebooks nur zu speziellen Themen.

    Neue Sortierung der Beiträge
    Die gleiche chronologische Reihenfolge der Beiträge wie auf dem Blog macht macht in einem Ebook vielleicht nicht unbedingt Sinn - daher sollte die Sortierung der Beiträge beliebig gestaltet werden können.

    Übernahme ausgewählter Kommentare
    Es wäre reizvoll, auch Kommentare in das Ebook übernehmen zu können. Technisch dürfte dies ohne große Schwierigkeiten machbar sein - praktisch müssten die Blogbetreiber dann darauf achten, nicht eventuelle Urheberrechte der Kommentatoren zu verletzen.

    Möglichkeit zur Ergänzung
    Neue Texte sollten in das Ebook eingebunden werden können, ohne dass sie zuvor auf dem Blog veröffentlicht worden müssen. So lassen sich Erläuterungen integrieren oder kann man sich mit seinen älteren Beiträgen im Ebook noch einmal auseinandersetzen.

    Attraktives und flexibles Layout
    Schließlich steht und fällt ein “Ebuch” wie jede andere Publikation auch mit dem Layout. Ein - oder mehrere - attraktive Grundlayouts sollte das Plugin bereithalten, und eventuell die Möglichkeit, das Layout auch selbst noch weiter anzupassen.

Freie Ebooks im PDF-Format können eine überaus große “Auflage” erreichen, sprich: eine hohe Anzahl von Downloads - eines von vielen möglichen Beispielen ist in dieser Hinsicht Prof. Hoerens Buch zum Internet-Recht, das inzwischen über 100.000mal heruntergeladen worden ist. Ein “Blog-to-Ebook” Plugin könnte zum Katalysator für die Reichweite vieler Blogautoren werden - und vielleicht auch den Medienbruch zwischen Online- und Offlinewelt ein kleines Stück weiter überbrücken. Ich bin gespannt, ob es ein solches Plugin geben wird.