Nachdem bislang nur der Termin für das MediaCamp “rund um die Zukunft der alten und neuen Medien im Netz”, nicht aber die näheren Einzelheiten öffentlich bekannt waren, ist die Katze nun endlich ganz aus dem Sack: das MediaCamp wird auf dem am 8. September in Hamburg stattfindenden “jonet-Tag” aufsetzen, einer Veranstaltung des Journalisten-Netzwerks “jonet“.
Aus der Ankündigung:
“Alle zwei Jahre treffen sich Mitglieder und Nicht-Mitglieder des jonet, um miteinander zu diskutieren und sich über neue Entwicklungen im Journalismus auszutauschen. Die beiden letzten Jonet-Tage waren wie klassische Konferenzen organisiert. In diesem Jahr wollen wir den Jonet-Tag ein wenig anders gestalten, nämlich in Form eines Barcamps. Weil parallel die Idee eines Media(Bar)Camps aufkam, haben wir uns einfach zusammengetan. Die Grundidee: Jeder kann mitmachen und einen Workshop organisieren, der sich mit der Zukunft alter und neuer Medien befasst. Alle Teilnehmer entscheiden dann, welche Workshops wirklich stattfinden” (Quelle).
Im Vergleich zu den bisherigen BarCamps wird es deutliche Veränderungen des Konzepts geben:
Falk Lüke, der die Idee des MediaCamps aufgebracht und vorangetrieben hat, äußert sich im Interview mit Daniel Fiene zu den Veränderungen.
Ich bin gespannt, ob das BarCamp-Konzept auch in dieser Form aufgehen wird. Sehr positiv finde ich, dass anscheinend eine Lösung gefunden werden konnte, um tatsächlich alte und neue Medien - respektive die Menschen dahinter - zusammen zu bringen (allerdings ist mir die Mitgliederstruktur von jonet nicht bekannt). Der moderate Teilnehmerbetrag, der für Studierende etc. auch noch einmal etwas niedriger liegt, ist in meinen Augen kein Manko.
Auffallend ist allerdings die Sessionstruktur: die Beschränkung auf insgesamt maximal 15 Sessions wird wohl kaum kleinere Workshops zulassen, die sich auch mit (deutlicheren) Spartenthemen beschäftigen. Und (potentiell) längeren Sessions gegenüber bin ich selbst ja nicht abgeneigt - die grundsätzliche Ausdehnung auf jeweils 1 1/2 Stunden könnte jedoch dazu führen, dass die auf BarCamps in den Sessions herrschende, konzentrierte Atmosphäre verwässert wird. Gespannt (aber nicht notwendigerweise skeptisch) bin ich auch darauf, ob sich auf einem unter dem Strich letztlich “gut halbtägigen MediaCamp” die sehr offene Atmosphäre eines BarCamps schaffen lässt, oder ob sich diese erst bei längeren Veranstaltungen einstellt.
Aber es gilt: hinterher ist man immer schlauer. Und von vornherein quengeln sollte man meiner Meinung nach erst recht nicht.