Blogs & Recht

Wie schon auf dem Frankfurter Barcamp habe ich auch auf der Hamburger „Un-Konferenz“ eine Session zum Thema „Blogs und Recht“ angeboten. Ich war mir vor dem Treffen in Frankfurt nicht sicher gewesen, auf welche Resonanz ein solches Angebot stoßen würde. Ergebnis des Praxistests: auf eine große. Aus der einen geplanten Session wurden nach spontaner zweifacher Verlängerung gleich drei – und das nicht nur, weil der Jurist sich natürlich nicht kurz fassen konnte, sondern auch, weil viele Teilnehmer rege mitdiskutierten. Im Grunde genommen haben wir dadurch letztlich ein 2 ½stündiges Gespräch geführt (das mir sehr großen Spaß gemacht hat, vielen Dank hier noch einmal an alle Beteiligten).

Jan Theofel hat einen famosen Live-Bericht über die Frankfurter Session online gestellt, der eine erste Orientierung ermöglicht. Viele Fragen werden in diesem Bericht aber – natürlich – nur kurz angerissen. Andere Fragen, wie zum Beispiel die nach der Bedeutung des Presserechts für Blogger, werden gar nicht angesprochen. Überhaupt findet man im Netz zum Thema „Blogs & Recht“ bislang vor allem Artikel, die sich mit einzelnen Aspekten auseinandersetzen (z.B. hier oder hier), nicht jedoch eine umfassendere Übersicht über die „Do’s und Don’ts“ des Bloggens.

In Kürze werde ich deshalb auf diesem Blog eine Artikelserie zum Thema „Blogs & Recht“ beginnen. Nach und nach sollen die wesentlichen Dinge, die beim Bloggen zu beachten sind, aufgezeigt und erklärt werden – von Standards wie der Impressumspflicht über das „Was darf ich bloggen?“ bis hin zu presserechtlichen Aspekten. Und auch Fragen zur Verantwortlichkeit von Bloggern für fremde Kommentare, zu Kommentarspam und zu den eigenen Rechten an den eigenen Inhalten stehen natürlich ebenso auf der Liste wie das unvermeidbare Thema Abmahnung. Los geht es – voraussichtlich – am kommenden Wochenende.

PS: Beim Hamburger Barcamp war auch Oliver Steiner in der Session mit dabei – und der hat bei der Diskussion zum Thema „Was darf ich bloggen?“ natürlich zum richtigen Zeitpunkt auf den Kameraauslöser gedrückt…

Vortrag

PPS: Aus der Slide-Überschrift „Was darf ich bloggen – Beleidigungen“ sollte man natürlich nicht folgern, dass man Beleidigungen bloggen darf… ;-)

Auf der Slide stehen übrigens keine „objektiven Wahrheiten“, sondern die (redaktionellen) Zusammenfassungen zweier – wie ich finde – recht bemerkenswerter Urteile.

  1. Stephan Schmidt sagt:

    Ja hervorragend, ich fand Deine Session ebenfalls ausserordentlich. Mir ist dazu mein Lieblingszitat vom Barcamnp eingefallen. Kirstin Walther vom Saftblog: „Man schreibt halt was man schreibt, aber jetzt müssen wir ein bisschen aufpassen.“ Bin gespannt…

  2. pasQualle 3.0 » links for 2007-06-14 sagt:

    […] Blogs & Recht at kriegs-recht.de Aus der Slide-Überschrift “Was darf ich bloggen – Beleidigungen” sollte man natürlich nicht folgern, dass man Beleidigungen bloggen darf… […]

  3. Was ist beim Bloggen zu beachten? ||| Handelskraft ||| sagt:

    […] will Henning Krieg in Kürze eine Artikelserie zum Thema Blog & Recht starten. Nach und nach sollen die wesentlichen Dinge, die beim Bloggen zu beachten sind, […]

  4. Patrick sagt:

    Moment.. Ich darf jemanden als Arschloch betiteln, muss aber in der Sie-Form bleiben??

    Sie Arschloch??

  5. @ Patrick:

    Natürlich nicht (das „Dürfen“, nicht das „Sie“). :-)

  6. who ever this concerns … » Blog Archiv » Sie A****loch?! sagt:

    […] von (Rechtsanwalt) Henning Krieg und auf die Ankündigung einer Artikelserie Blogs & Recht […]

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