Archive for Februar, 2009
Jugendschutz in Social Networks: Inhalt der Betreiber-Selbstverpflichtung
Auf Anregung der Europäischen Kommission hin haben 17 Betreiber von Social Networks am 10. Februar eine Selbstverpflichtung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen auf ihren Plattformen unterzeichnet. In einer Presseerklärung zum “Safer Internet Day” hat die Europäische Kommission nun die Leitlinien dieser Selbstverpflichtung sowie die Namen der 17 Betreiber veröffentlicht.
Die Selbstverpflichtung orientiert sich an sieben Prinzipien (nachfolgend im englischsprachigen Originaltext):
- Raise awareness of safety messages in a prominent, clear and age appropriate manner.
- Ensure that services are age appropriate for the audience. If a social networking site targets teenagers over 13, it should be difficult for people below that age to register.
- Empower users through options which make their online presence safer. This can be done for example by making sure that the full online profiles and contact lists of website users who are registered as under 18 are set to “private” by default and not searchable. This will make it harder for people with bad intentions to get in touch with the young person.
- Provide an easy to use and accessible “report” button, allowing users to report inappropriate contact or conduct by another user by just one click.
- Respond to notifications of illegal content or conduct.
- Enable users to employ a safe approach to privacy (in particular through privacy setting options visible at all times, so that users can easily work out if just their friends, or the entire world, can see what they post online).
- Review illegal or prohibited content/conduct through moderation tools, filtering software or community alerts.
Unterzeichnet haben die Selbstverpflichtung die Betreiber von Arto, Bebo, Dailymotion, Facebook, Giovani.it, Google/YouTube, Hyves, Microsoft Europe, Myspace, Nasza-klaza.pl, Netlog, One.lt, Skyrock, StudiVZ, Sulake/Habbo Hotel, Yahoo!Europe und Zap.lu (Quelle: Pressemeldung der Kommission vom 10.02.2009).
Die teilnehmenden Unternehmen haben zugesagt, die Kommission über ihre jeweiligen Sicherheits-Policies und über deren Umsetzung bis zum April 2009 zu informieren. Da die sieben Prinzipien relativ unbestimmt gehalten sind, wird es besonders interessant sein, wie die 17 Unternehmen diese genau umsetzen werden – und welche Unterschiede es bei der Umsetzung von Plattform zu Plattform geben wird.
Jugendschutz: Europäische Kommission erreicht Selbstverpflichtung von Social-Network-Betreibern
Die Europäische Kommission hat eine Selbstverpflichtung von 17 führenden Social-Network-Betreibern in Sachen Kinder- und Jugendschutz erreicht. Zum Kreis der Unterzeichner der Verpflichtung gehören beispielsweise MySpace, Facebook und SchülerVZ, daneben – wie der britische Guardian berichtet – auch Bebo, DailyMotion und Habbo Hotel.
Die Vereinbarung sieht laut dpa-Meldung (beispielsweise hier bei netzeitung.de Grundlage einer Meldung) unter anderem vor, dass es auf den entsprechenden Networks künftig einen Button geben soll, mit denen Nutzer anstößige Kontaktversuche oder Cyber-Mobbing per Klick melden können. Profile von Minderjährigen sollen nicht mehr durch Suchmaschinen zu finden sein, Kinder unter 13 Jahren sollen gar nicht mehr zu den Seiten zugelassen werden.
Der Guardian kommentiert, dass einige der nun vorgesehenen Verpflichtungen in vielen Fällen ohnehin bereits umgesetzt worden seien, da sich insbesondere die größeren Netzwerkbetreiber aus Imagegründen schon selbst des Themas des Kinder- und Jugendschutzes angenommen hätten. Aber auch einige große Netzwerkbetreiber werden zumindest an einigen Stellen schrauben müssen: so sehen beispielsweise die AGB von schülerVZ und von Habbo Hotel ein Mindestalter von 12 Jahren vor – was unter dem in der Selbstverpflichtung vorgesehenen Mindestalter von 13 Jahren liegt.
Die Woche auf Twitter (6/09)
Die in der vergangenen Woche von mir auf Twitter veröffentlichten “Legal Tweets” im Überblick:
- Hamburger Schulbehörde verklagt Betreiber von schuldradar.de
- Forenhaftung – ein Guide für Webmaster
- “Geld für lau” – Übersicht über Fördermittel
- Antwortschreiben von Thorsten Feldmann / JBB Rechtsanwälte in Sachen Deutsche Bahn ./. netzpolitik.org
- Fremdes Produktfoto auf eBay verwendet – 40 Euro Schadensersatz, 3.000 Euro Verfahrenskosten
Legal Tweets auf Twitter: www.twitter.com/kriegs_recht
Nur ein kurzer Hinweis an dieser Stelle darauf, dass ich unter www.twitter.com/kriegs_recht Links zu aus meiner Sicht interessanten rechtlichen Meldungen und Nachrichten auch abseits von kriegs-recht.de syndiziere, sprich: vertwittere.

Wer meinen “Legal Tweets” auf Twitter folgen möchte: nur zu, ich freue mich.
