Monthly Archive for Oktober, 2007

Aus gegebenem Anlass

Warum es hier momentan etwas ruhiger ist:

Kanada

Entwicklung der eBay-Nutzerzahlen: Update Q3 / 2007

Im vergangenen Quartal hatte ich mir aus Interesse einmal die Entwicklung der eBay-Nutzerzahlen in den letzten Jahren näher angesehen und die Daten dann grafisch etwas aufbereitet. Aufhorchen lassen hatte mich damals die Meldung Axel Gronen’s auf wortfilter.de, dass knapp zwei Drittel der weltweiten Nutzer inaktiv seien, und nur rund ein Drittel von ihnen in den zurückliegenden zwölf Monaten etwas über eBay ge- oder verkauft hatte.

Am 17. Oktober hat eBay nun die neuen Zahlen für das dritte Quartal dieses Jahres präsentiert - und dabei eine bemerkenswerte Nachricht bekannt gegeben: zum ersten Mal in der Firmengeschichte eBays hat die Zahl der aktiven Nutzer nicht zu-, sondern abgenommen. Waren zum zweiten Quartal 2007 noch weltweit noch 83,3 Millionen aktive Mitglieder bei eBay registriert, so sind es zum dritten Quartal nur noch 83 Millionen gewesen.

Grafisch aufbereitet sieht das Ganze wie folgt aus:

Absolute Mitgliederzahlen eBay weltweit

eBay Nutzerentwicklung bis Q3 / 2007

Schon hier ist zu erkennen, dass die Gesamtzahl der weltweit bei eBay registrierten Nutzer (blaue Linie) bei leichter Abflachung zwar immer noch relativ beständig steigt, die Schere zwischen den Kurven für die aktiven (pinkfarbene Linie) und die inaktiven Nutzer (gelbe Linie) jedoch weiter auseinandergeht.

Absolute Steigerungen der Nutzerzahlen im Vergleich zum Vorquartal

eBay Nutzerzahlen Entwicklung Q 3 / 2007

Hier wird nun deutlich, dass die Entwicklung der Anzahl der aktiven Nutzer bei eBay in Q3 / 2007 erstmals “in die Negativen” gerutscht ist. Den Verlust aktiver Nutzer konnte eBay nicht mehr durch das Gewinnen einer größeren Anzahl neuer Nutzer ausgleichen - obwohl weltweit immer noch rund 7 Millionen neue Mitglieder hinzukamen.

Prozentuale Steigerungen der Nutzerzahlen im Vergleich zum Vorquartal

eBay Nutzerzahlen Q3 / 2007

Die Übersicht über die prozentualen (und nicht absoluten) Veränderungen der Nutzerzahlen illustriert nochmals den Trend, den schon die Grafik zu den absoluten Zuwächsen verdeutlicht.

“The greater picture”

Wie schon im vorhergehenden Artikel deutlich gemacht: diese Zahlen sind, bei aller Deutlichkeit, natürlich nur von begrenzter Aussagekraft. Denn - um dies nochmals zu wiederholen - zum Beispiel

    - lassen sich aus der bloßen Information über die Zahl der registrierten Nutzer nur beschränkte Rückschlüsse ziehen - Faktoren wie die Anzahl der getätigten Ein- und/oder Verkäufe oder die Höhe des getätigten Umsatzes bleiben hier vollkommen außer Betracht; dass aber gerade diesen Daten eine überragende Bedeutung für die Monetarisierung seitens eBay zukommt, ist offensichtlich (hier lohnt sich einmal der Blick in den aktuellen Quartalsbericht eBays);

    - stellt sich die Frage, wie die jeweiligen Zuwächse zustande gekommen sind - auf “organischem” Weg, oder aber auch durch Zukäufe von (internationalen) Mitbewerbern (was sowohl für den Neugewinn, aber auch für die spätere Aktivitätsquote der User von Bedeutung ist bzw. sein kann);

    - dürften die Zahlen für einzelne Märkte wie zum Beispiel Deutschland, Großbritannien oder die USA unter dem Strich mindestens ebenso interessant, eventuell sogar noch aussagekräftiger sein als diese welttweiten Übersichten.

Die meistabonnierten deutschen Lawblog-Feeds

Seit kurzem gibt es im Google Feedreader die Möglichkeit, sich anzeigen zu lassen, wie viele Leser den RSS-Feed eines Blogs im Schnitt pro Tag über Google-Dienste aufrufen (wenn Sie sich fragen, was RSS-Feeds und der Google Feedreader sind - einen kurze Erklärung gibt es beispielweise hier (klick)). Prompt veröffentlichte Blognation eine Liste der “50 most popular technology Blogs from Germany“, und der Popkulturjunkie stellte - ganz ohne Fokussierung auf Themenblogs - eine Übersicht über die 50 meistabonnierten deuschsprachigen Blogs zusammen.

Da lag es nahe, auch einmal einen Überblick über die deutsche “Blawgosphäre” zu erstellen - also einen Überblick darüber, wie häufig die Feeds speziell der deutschsprachigen Lawblogs über Google abonniert werden (sprich: die Feeds von Blogs, die sich zumindest schwerpunktmäßig mit Rechtsthemen befassen).

Läßt man den Google Feedreader einmal ein wenig rechnen, dann ergibt sich derzeit folgendes Bild (Anzahl der Abonnements über Google jeweils in Klammern):

01 RA Udo Vetter, www.lawblog.de (1.271)
02 Law-Blog, www.law-blog.de (132)
03 “Großbuden-Nerd”, www.grossbudenn.blogspot.com (72)
04 RA Dr. Carsten Ulbricht, www.rechtzweinull.de (63)
05 Margaret Marks’ Transblawg, www.transblawg.eu (61)

06 Jurabilis, www.jurabilis.de (58)
07 “Ich klach mich tot…” www.ichklachmichtot.blogspot.com (49)
08 Institut für Urheber- und Medienrecht, www.urheberrecht.org/news (43)
09 RA Thomas Klotz, www.ra-blog.de (40)
10 RA Henning Krieg, LL.M., www.kriegs-recht.de (34)

11 RA Sascha Kremer, “Vertretbar Weblawg”, www.weblawg.saschakremer.de (31)
12 Kanzlei Keller-Stoltenhoff u.a., www.it-recht-kanzlei.de (28)
13 RA Carsten R. Hoenig, www.kanzlei-hoenig.info (17)
14 Kanzlei SEWOMA, www.sewoma.de/berlinblawg (16)
15 Prof. Dr. Ulrich Noack, Unternehmensrechtliche Notizen (16)

16 RA Jürgen Melchior, www.ra-melchior.blog.de (15)
17 LAWgical, www.lawgical.jura.uni-sb.de (14)
18 LBR-Blog, www.lampmann-behn.de/blog (14)
19 RA Thomas Schwenke, www.advisign.de/blog (13)
20 Domainblog, www.dingeldey.wordpress.com (12)

21 Obiter Dictum, www.obiterdictum.wordpress.com (12)
22 Maas Rechtsanwälte, www.ra-maas.de (11)
23 Markenblog, www.markenblog.de (11)
24 Telemedicus, www.telemedicus.info (10)
25 RA Alexander Schultz, www.palawa.de (9)

26 RA Stephan Hansen-Oest, www.blog.say-ho.com (9)

00 Handakte WebLAWg, www.log.handakte.de (nicht bestimmbar)

Und was ist jetzt das Ergebnis des Ganzen - außer, dass noch eine weitere “Rangliste” im Netz steht (die, um dies vorweg zu nehmen, eher als Überblick verstanden werden sollte)?

    - Erwartungsgemäß steht Udo Vetter mit seinem Lawblog an der Spitze - sieht man sich einmal die Abonnentenzahlen an, dann könnte man schon fast sagen, dass der Long Tail gleich hinter ihm beginnt.

    - Schon ab “Platz 2″ fällt die Zahl der Abonnenten rapide ab (diese Zahl spiegelt übrigens nur die Abonnenten über Google wieder; Leser, die den Feed über andere Dienste abonniert haben, sind nicht erfaßt, und über direkte Webseitenbesucher sagen die Zahlen gar nichts aus). Die tatsächliche Abonnentenzahl dürfte übrigens um den Faktor 4 bis 10 (!) höher liegen - Jens Schröder erklärt bei Popukulturjunkie, warum das so ist, und aus welchem Grund die Zahlen auch in anderer Hinsicht durchaus mit Vorsicht zu geniessen sind (Nachtrag: interessant in diesem Zusammenhang auch die Betrachtung bei Dr. Benedikt Köhler).

    - “Spaßprojekte” wie das Blog des Großbuden-Nerds (”Platz 3″, das Blog eines sehr “direkten” (angeblichen?) Großkanzleijuristen) können vergleichsweise schnell nach oben schießen.

    - Mit Prof. Dr. Ulrich Noacks “Unternehmensrechtlichen Notizen” findet sich ein einziges juristisches “Professorenblog” in der Liste - aber schon das Angebot des Instituts für Urheber- und Medienrecht (bei dessen Beiträgen es allerdings keine Möglichkeit zum Kommentieren gibt und das genau genommen eher ein Newsfeed ist) zeigt, dass durchaus Raum für weitere solche Blogs besteht (siehe zum Thema auch diesen Beitrag bei Robert Basic).

    - Trotz einer gefühlten vergleichsweise “großen Dichte” an Lawblogs sind es am Ende dann doch gar nicht so viele, die im deutschsprachigen Raum konstant betrieben werden (einen sehr umfangreiche internationale Zusammenstellung findet sich bei Karsten Wenzlaff) - was unter anderem auch die Frage aufwirft, ob nicht insbesondere noch Raum für weitere noch stärker themenbezogene Lawblogs ist. Ich meine: ja.

Sollte Google es übrigens auf Dauer ermöglichen, die Anzahl der Feedleser abzufragen, dann werde ich die Zahlen für die deutschsprachigen Lawblogs voraussichtlich quartalsweise aktualsieren, um so die Bewegungen in der “Blawgosphäre” ein wenig sichtbarer zu machen.

Das Web 2.0 im Einsatz bei Finanzdienstleistern - im Einsatz?

Regelmäßig liefert DB Research, der Think Tank der Deutschen Bank, informative Untersuchungen, Fallstudien und Positionspapiere. Nun hat man sich mit einem Papier namens “Starten statt Warten” des Themas der Auswirkungen des Web 2.0 auf Finanzdienstleister angenommen.

Das Thema ist hochinteressant: wohl zu Unrecht gilt die Finanzbranche in ihrer Gesamtheit als konservativ und wandlungsresistent. Gerade im “Consumer-Bereich” ließen sich in den letzten Jahren bemerkenswerte Veränderungen beobachten, nicht zuletzt angestossen auch und gerade durch die “neuen Medien” und das Internet. Eine der Begleiterscheinungen: das Versicherungsrecht - und damit auch das “Versicherungsvertriebsrecht” - ist fortlaufenden Veränderungen unterworfen. Aber trotz alledem: passen “Banking & Finance” und das Web 2.0 wirklich zusammen?

Mit seinem achtseitigen Memorandum bereitet das Autorenteam der DB Research um Dr. Stefan Heng zunächst noch einmal einen Überblick über Chancen und Risiko des „neuen Internets“ auf. Dabei stellen sie vier Kernthesen für den Einsatz in der Finanzbranche voran:

    - Finanzdienstleister stellen sich auf eine neue Ära der Kommunikation ein,
    - Web 2.0 im Bankgeschäft setzt auf Emotionen und Gruppenbildung,
    - durch neue Webangebote steigt das Reputationsrisiko der Unternehmen,
    - Online-Kreditplattformen wollen auch ein Stück vom Kuchen.

Revolutionäre, neue Erkenntnisse werden im Anschluss dann allerdings nicht präsentiert - das Papier zeichnet eher ein Bild der Möglichkeiten, als dass es einen konkreten Plan für die Zukunft liefert. Dabei ist das Memorandum allemal eine gute Zusammenfassung für diejenigen, die sich einen Überblick über den möglichen Einsatz von Web 2.0-Anwendungen in Unternehmen verschaffen wollen.

Interessant ist, dass die Deutsche Bank - nicht zuletzt mit ihrem Think Tank - das Web 2.0 sehr genau im Auge zu behalten scheint. Mikro- und Peer to Peer Kredite, denen ein großer Teil der Darstellung gewidmet ist, werden offenbar ebenso beobachtet wie Blogs - deren Einsatz ein bemerkenswerter Schritt in einer tendenziell dann in der Tat doch eher konservativeren Branche wäre.

Nur am Rande erwähnt werden im Memorandum regulatorische, also rechtliche Probleme beim Einsatz des Web 2.0 in der Finanzbranche - was mit Sicherheit allerdings nicht der unspannendste Aspekt dieses Themas ist (zum Memorandum - als PDF-Dokument - geht es hier).

Der Stern des “OnlineStars” im Sinkflug

Seit dem Jahr 2000 wird der OnlineStar vergeben - ein Preis, mit dem in Deutschland die beliebtesten Webseiten ausgezeichnet werden sollen. Über die Jahre hingweg haben so manche Unternehmen sich nicht gerade ungern mit der Auszeichnung geschmückt.

Das könnte sich ändern. Denn in diesem Jahr „drohen“ bei der Publikumswahl einige überraschende Ergebnisse.

In einer Vorwahl wurden bis zum 20. August in 15 unterschiedlichen Kategorien jeweils zehn Webseiten vom Netz-Publikum nominiert. In der derzeit stattfindenden Hauptwahl geht es nun darum, welche dieser Seiten am Ende auf dem Treppchen steht. Allerdings hätte man sich seitens der Veranstalter durchaus auch selbst einen Gefallen getan, wenn man die Ergebnisse der Vorwahl redaktionell besser aufbereitet hätte. So gibt es zum Beispiel in der Kategorie „Weblogs“ unter den zehn Nominierten eigentlich nur drei, die überhaupt im engeren Sinne irgend etwas mit Weblogs zutun haben - nämlich das Bildblog sowie die beiden Plattformbetreiber Blog.de und Blogger.com. Aber www.web.de, www.google.de, www.t-online.de und www.yahoo.de - wie sie in dieser Kategorie nominiert werden konnten, bleibt mir ein Rätsel. Besonders originell: Nominiert ist auch www.myspace.de, das vom OnlineStar auch fleißig verlinkt wird. Doch folgt man diesem Link, dann kommt man nicht zu MySpace. Und erst recht nicht zu einer Seite, die auch nur irgend etwas mit Blogs zu tun hätte - aber siehe selbst (klick).

Die Kategorie Weblogs ist dabei nicht die einzige, in der beim OnlineStar 07 so einiges drunter und drüber geht. So sind in der Kategorie „Videoportale“ die Chancen von YouTube (ironie) auf einen Sieg z.B. dadurch erhöht (/ironie), dass sowohl www.youtube.com, als auch www.youtube.de nominiert ist – Youtube.de leitet jedoch einfach Youtube.com weiter. Etwas origineller ist da schon die Doppelnominierung von Clipfish.de: Hier ist einmal www.clipfish.de nominiert, zum anderen aber auch www.clipfisch.de (”fisch” mit “ess-zeh-hah”) - das wohl lediglich registriert worden ist, um eventuelle Rechtschreibfehler bei der Eingabe der URL abzufangen. Wie dumm, dass sich nicht auch bei www.sevenload.de ein ähnlicher Rechtschreibfehler aufdrängt, da liegen die Kölner in dieser Kategorie ja gleich von vornherein mit nur einer Nennung ganz hinten. Tss. Mike - nächstes Jahr besser machen.

Warum es aber ausgerechnet für eBay in der Kategorie Shopping-Portale nur für eine Nennung reicht, bleibt mir nach alledem ein Rätsel. Denn vermutlich hat man doch nur deshalb nicht nur www.ebay.de, sondern auch www.e-bay.de, www.ebai.de, www.ibay.de, www.ebayde.de, www.ibai.de, www.ebey.de und www.e-bey.de registriert, um beim OnlineStar schon in der Vorauswahl alle Konkurrenten aus dem Rennen drängen zu können. Der Plan scheint nicht aufgegangen zu sein…

Das ganze Grausen um die Nominierten zur Publikumswahl für den OnlineStar 2007 gibt es unter http://www.onlinestar.de/gewinner-2007.html.

FAQ zum “SecondLifeRecht” im JuraWiki

Das JuraWiki - ein übrigens schon für sich genommen sehr interessantes Projekt - hat nun eine spezielle Sektion für das Recht rund um Second Life (und andere so genannte Metaversen) eingerichtet. Unter www.jurawiki.de/SecondLifeRecht finden sich “Frequently Asked Questions” zum Thema - und bereits eine gute Menge an entsprechenden Antworten.

Das Ganze ist, wie so viele Wikis, vom Aufbau und der Gestaltung her vielleicht noch ein bisschen verbesserungsfähig, bei dieser “Work im Progress” scheint aber bereits jetzt eine substantielle Menge an Informationen zusammengetragen worden zu sein.

Schon seit längerer Zeit beschäftige ich mich auch selbst intensiv mit dem rechtlichen Rahmen, der für (und in) “Metaversen” gilt - also für “Second Life”, “There”, “Cyworld” und Co. (beispielweise im Rahmen von Artikeln, von Vorträgen, aber auch auf diesem Blog). Immer wieder merke ich dabei, dass unter Usern, aber naturgemäß auch bei Menschen, die sich professionell mit dem Thema Metaversen beschäftigen, ein großes Interesse am Thema besteht. Gerade vor diesem Hintergrund, und nicht zuletzt weil es (sowohl in der Fach-, als auch in der “Populärliteratur”) bislang vergleichsweise wenige Veröffentlichungen hierzu gibt, erscheint mir das Projekt des JuraWikis als besonderes interessant.

via LAWgical

Aktualisierte Übersicht über die anstehenden BarCamp-Termine

BarCamps etablieren sich zunehmend als neues und attraktives Veranstaltungs- und Konferenzformat (sollte Sie sich fragen, was BarCamps eigentlich sind, dann finden Sie im Blog von Franz Patzig eine exzellente Erklärung). Wegen ihres Charakters als “Un-Konferenzen” und der dezentralen Organisation kann es jedoch ein wenig schwierig fallen, den Überblick über die anstehenden Termine zu behalten - zumal derzeit fast im Wochenrhythmus neue Termine hinzukommen: neu auf dem Kalender stehen seit kurzem zum Beispiel ein BarCamp Rhein-Neckar in Mannheim, das WordCamp08 in Hamburg, das internationale BarCamp in Klagenfurt sowie ein TourismusCamp.

Ich habe mir deshalb einmal die Zeit genommen und meine Übersicht über die anstehenden BarCamp-Termine aktualisiert (klick hier) - für die Zeit bis zum Frühjahr / Sommer 2008 finden sich darauf nun 18 Termine.

Veranstaltungshinweis: “Persönlichkeit im Netz” am 18. Oktober in Düsseldorf

Guido Karl, allmählich wohl Deutschlands bekanntester bloggender Polizist, weist auf eine überaus interessante Veranstaltung des Landesbeauftragten für Datenschutz Nordrhein-Westfalen hin: das am 18. Oktober in Düsseldorf stattfindende Symposium “Persönlichkeit im Netz: Sicherheit - Kontrolle - Transparenz“.

Auf dem Programm des Symposiums findet sich eine Vielzahl überaus interessant klingender Vorträge, so zum Beispiel ein Beitrag des aufgrund des IP-Nummern-Falles in die Kritik geratenen Patrick Breyer zur Vorratsdatenspeicherung, ein Vortrag von Richter Ulf Buermeyer - wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundesverfassungsgerichts - zur Online-Durchsuchung und eine Vielzahl anderer Beiträge.

Nicht zuletzt Online-Durchsuchung und Vorratsdatenspeicherung haben die Frage, wie im Netz mit Daten umgegangen wird, was die Möglichkeiten des Staates - aber auch von Firmen - sind, und wie die Menschen und “User” selbst damit umgehen stärker in das öffentliche Interesse gerückt. Nichts desto trotz herrscht - meinem Eindruck nach - vielerorten eine “informierte Uninformiertheit” - wer sich interessiert, die Zeit hat und die Gelegenheit findet, für den scheint das Symposium ein überaus lohnendes Ziel zu sein.