Archive for Juli, 2007

Google wurde die Marke abgenommen

Trotzdem wohl eher ein Job für den Sicherheitsdienst als für die Rechtsabteilung. Siehe hier.

Mediacamp Hamburg: alle Details & Anmeldung

18. Juli 2007Barcampby Henning Krieg
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Nachdem bislang nur der Termin für das MediaCamp “rund um die Zukunft der alten und neuen Medien im Netz”, nicht aber die näheren Einzelheiten öffentlich bekannt waren, ist die Katze nun endlich ganz aus dem Sack: das MediaCamp wird auf dem am 8. September in Hamburg stattfindenden “jonet-Tag” aufsetzen, einer Veranstaltung des Journalisten-Netzwerks “jonet“.

Aus der Ankündigung:

“Alle zwei Jahre treffen sich Mitglieder und Nicht-Mitglieder des jonet, um miteinander zu diskutieren und sich über neue Entwicklungen im Journalismus auszutauschen. Die beiden letzten Jonet-Tage waren wie klassische Konferenzen organisiert. In diesem Jahr wollen wir den Jonet-Tag ein wenig anders gestalten, nämlich in Form eines Barcamps. Weil parallel die Idee eines Media(Bar)Camps aufkam, haben wir uns einfach zusammengetan. Die Grundidee: Jeder kann mitmachen und einen Workshop organisieren, der sich mit der Zukunft alter und neuer Medien befasst. Alle Teilnehmer entscheiden dann, welche Workshops wirklich stattfinden” (Quelle).

Im Vergleich zu den bisherigen BarCamps wird es deutliche Veränderungen des Konzepts geben:

Falk Lüke, der die Idee des MediaCamps aufgebracht und vorangetrieben hat, äußert sich im Interview mit Daniel Fiene zu den Veränderungen.

Ich bin gespannt, ob das BarCamp-Konzept auch in dieser Form aufgehen wird. Sehr positiv finde ich, dass anscheinend eine Lösung gefunden werden konnte, um tatsächlich alte und neue Medien – respektive die Menschen dahinter – zusammen zu bringen (allerdings ist mir die Mitgliederstruktur von jonet nicht bekannt). Der moderate Teilnehmerbetrag, der für Studierende etc. auch noch einmal etwas niedriger liegt, ist in meinen Augen kein Manko.

Auffallend ist allerdings die Sessionstruktur: die Beschränkung auf insgesamt maximal 15 Sessions wird wohl kaum kleinere Workshops zulassen, die sich auch mit (deutlicheren) Spartenthemen beschäftigen. Und (potentiell) längeren Sessions gegenüber bin ich selbst ja nicht abgeneigt – die grundsätzliche Ausdehnung auf jeweils 1 1/2 Stunden könnte jedoch dazu führen, dass die auf BarCamps in den Sessions herrschende, konzentrierte Atmosphäre verwässert wird. Gespannt (aber nicht notwendigerweise skeptisch) bin ich auch darauf, ob sich auf einem unter dem Strich letztlich “gut halbtägigen MediaCamp” die sehr offene Atmosphäre eines BarCamps schaffen lässt, oder ob sich diese erst bei längeren Veranstaltungen einstellt.

Aber es gilt: hinterher ist man immer schlauer. Und von vornherein quengeln sollte man meiner Meinung nach erst recht nicht.

Harry Potter: unsterblich dank Crowdsourcing?

Am kommenden Samstag erscheint der neue, siebte und damit wohl letzte “Harry Potter” Band. Wirklich der letzte? Ausgiebig wird momentan darüber spekuliert, ob Harry Potter in seinem siebten Abenteuer ums Leben kommen wird – oder doch nicht. Manche Menschen wünschen ihm explizit den Tod, nicht alle haben dabei allerdings so bemerkenswerte Phantasien wie der französische Schriftsteller Frédérik Beigbeder: “Ich hoffe, Harry stirbt an einer Überdosis Heroin, in Frauenkleidern, in einem Transvestitenclub in Amsterdam.”

Saskia und Sarah Preissner auf der anderen Seite wollen sich mit dem möglichen Tod ihres Heldens – die beiden sind die Gründerinnen des wohl größten deutschen Harry Potter Fanclubs – nicht abfinden. Die beiden wollen „Band acht mit den 100 000 Clubmitgliedern schreiben“, so zitiert sie der Tagesspiegel. Und wenn Harry tatsächlich im siebten Band sterben sollte? “Falls Harry stirbt, müssen wir vor Band 8 wohl noch einen Band 7 b schreiben, um zu erklären, wie er wieder lebendig wird“, so Saskia Preissner.

Im Fall der Fälle also Crowdsourcing als Lebensretter für Harry Potter? Rechtlich ist das gar nicht so ohne, denn nicht nur “Bücher als solche” können urheberrechtlichen Schutz geniessen, sondern auch die darin vorkommenden Charaktere (siehe zum Beispiel diesen Rechtsstreit um eine Fortsetzung von Dr. Shiwago). Autoren können sich also häufig erfolgreich dagegen wehren, dass ihre Bücher von anderen Menschen fortgeschrieben werden. Burkhard Schneider vom Best Practice Business Blog spekuliert allerdings darauf, dass Autorin Joanne K. Rowling im Zweifel nicht gegen die Crowdsourcing-Autoren vorgehen (lassen) wird – ein Künstler solle sich nichts vordiktieren lassen, “aber auch nicht die Wünsche der Fans mit Füssen treten“. Hohe Hoffnungen bei einem Multi-Millionen-Dollar-Projekt.

(sehr amüsant finde ich im Zusammenhang mit dem Harry-Potter-Hype übrigens das Harry-Potter-Bingo des Literaturcafes, das an das legendäre Bullshit Bingo erinnert)

Heute Abend: zweites “pl0gbar Bloggertreffen Rhein-Main” in Mainz

Wer aus dem Rhein-Main-Gebiet heute Abend noch nichts vorhat – dem und der sei auf die letzte Minute noch die “pl0gbar” ans Herz gelegt. Ab 19.00 Uhr treffen sich zum zweiten Mal Blogger und andere “Menschen hinter den Pixeln” aus der Region unter der Fahne der pl0gbar – dieses Mal im Newscafe in Mainz.

pl0gbar

Beim ersten Treffen vor zwei Wochen waren 15 Menschen zusammen gekommen, in netter Atmosphäre wurde bis um Mitternacht geplauscht. Ich selbst kann heute Abend leider nicht dabei sein, allen anderen wünsche ich schöne und interessante Gespräche.

Lebenszeichen

Da einige Fragen eingegangen sind eine kurze Notiz: nein, weder habe ich die Lust am Bloggen, noch ein paar Finger oder gar eine Hand verloren. Nur die Zeit ist im Moment etwas knapp – daher die kurze (hoffentlich bald beendete) Funkstille hier.

Meine Zahl des Tages: 225

225 ist meine Zahl des Tages. Weil es die Organisatoren des BarCamps Köln Franz Patzig, Sascha Assbach und Nicole Ebber geschafft haben, das Kontingent verfügbarer Plätze auf eben diese (An)Zahl hochzuschrauben.

Chapeau.

Mehr Informationen bei Franz Patzig

(der auf meinen Vorschlag, die Anzahl der Plätze auf – mir von der reinen Zahl her noch sympathischere – 227 hochzusetzen allerdings nicht eingehen wollte…)