Am 19. Februar 2016 in München: Der Publishing-Track – Medienrecht für Menschen, die im Internet publizieren

Seit 2013 unterstütze ich den Verlag C.H.Beck bei der Konzeptionierung, Organisation und Durchführung des DialogCamps – einem BarCamp rund um das IT-, Online-, Urheber- und das Datenschutzrecht. Am 19. Februar 2016 geht das DialogCamp in die fünfte Runde – und dabei gibt es eine Premiere: den Publishing-Track. Dieser aus fünf Workshops bestehende Track richtet sich speziell an alle, die im Internet publizieren – an Blogger, Youtuber und Instagrammer, aber auch an „klassische“ Journalisten. Eine juristische Vorbildung ist nicht erforderlich.

Im Publishing-Track dreht sich alles um den Rechtsrahmen für das Publizieren im Internet. Wie war das noch einmal mit dem Urheberrecht – wann darf ich welche fremden Inhalte nutzen, und wann oder wie nicht? Was sind die Besonderheiten beim Fotorecht? Wen (und was) darf ich eigentlich fotografieren? Und wie schütze ich meine eigenen Inhalte rechtlich am besten? Was hat es mit dem Äußerungsrecht auf sich – welche Meinungen sind zulässig, worauf muss ich bei Tatsachenäußerungen achten? Was ist mit dem speziellen Presserecht? Wie verhält es sich mit dem Spannungsfeld Schleichwerbung? Und wie reagiere ich am besten, wenn trotz aller Sorgfalt dann doch einmal eine Abmahnung ins Haus flattert?

Durch den Publishing-Track führen die erfahrenen Medien- und Internetrechtler Thorsten Feldmann und Adrian Schneider. Der Track ist bewusst modular aufgebaut, so dass sich jede und jeder gezielt die Workshops zu den Themen herauspicken kann, die sie oder er kennenlernen oder vertiefen möchte. Gleichzeitig ist auch das Dachprogramm des DialogCamps zugänglich – wer mag, der oder die kann auch jederzeit zu den anderen Workshops des DialogCamps wechseln.

Der UKB für das DialogCamp liegt bei 25 EUR (Brotzeit und Mittagessen inbegriffen). Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter www.dialog-camp.de.

Die #rp15, der Feldmann und ich: Saisonrückblick Social Media Recht auf der re-publica 2015

Wie jedes Jahr war es Thorsten Feldmann und mir ein Fest: Auf der re-publica einen „Saisonrückblick Social Media Recht“ anzubieten und aufzuzeigen, was sich in den letzten zwölf Monaten im Social Media Recht getan hat. Naturgemäß spielten Urheber- und Fotorecht eine große Rolle, aber dabei blieb es natürlich nicht: So haben wir uns zum Beispiel auch Instagram und WhatsApp genauer angesehen, und das Thema Schleichwerbung spielte ebenfalls eine wichtige Rolle. Auch dieses Jahr hatten wir wieder ein phantastisches Publikum, das mit Zwischen- und Nachfragen nicht gegeizt hat – herzlichen Dank noch einmal dafür!

Und da wir mehrfach darauf angesprochen wurden, veröffentliche ich unsere Vortragsfolien gerne auch hier im Blog:



Bei Voice Republic hat man unsere Session mitgeschnitten und noch am Veranstaltungsabend als PodCast bereitgestellt. Anhören kann man sich das Ergebnis dank des einbettbaren Players von Voice Republic gleich hier im Blog:



Dabei war unsere eigene Session nicht das Einzige, das wir bei der re-publica 2015 an den Start gebracht haben. Zum ersten Mal haben Thorsten und ich für die re-publica auch ein „Law Lab“ mit acht Sessions zum Recht des Publizierens im Internet organisiert und kuratiert. Der Saal war durchgängig voll, und die Teilnehmer_innen waren engagiert dabei – ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle noch einmal an alle Referent_innen und an das Publikum. SPIEGEL Online hat das Law Lab aufgegriffen und darüber berichtet – zu lesen unter dem netten Titel „Internet-Rechtstipps: So meckern Sie legal„.

Und schließlich: Ohne dass Thorsten und ich vorher Bescheid wussten, hat Adobe die „Sketchnoterin“ annalena zu uns geschickt, um unsere Session auch grafisch festzuhalten. Eine nette Überraschung – herausgekommen ist dieses kleine Kunstwerk, das ich hier veröffentlichen darf (hat tip an annalena und Adobe):

sketchnotes re-publica

re-publica 2015: Das „Law Lab“ geht an den Start

16. April 2015Allgemeinby Henning Krieg
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Der geschätzte Kollege Thorsten Feldmann und ich gehen auf der re-publica 2015 mit unserem „Saisonrückblick Social Media Recht“ ins verflixte siebte Jahr: Seit 2009 stehen wir dort regelmäßig gemeinsam auf der Bühne und geben einen Überblick darüber, was sich im Social Media Recht in den jeweils vergangenen zwölf Monaten getan hat. Jedes Mal ist es uns aufs Neue eine große Freude – so auch dieses Jahr.

Und in diesem Jahr kommt wieder etwas Neues hinzu: Auf der re-publica 2015 wird es erstmals ein von Thorsten und mir konzipiertes und kuratiertes „Law Lab“ geben. Das Law Lab vereint acht Sessions und Workshops, in denen erfahrene Juristinnen und Juristen eine Einführung in die wichtigsten rechtlichen Aspekte geben, die beim Publizieren im Netz zu beachten sind. Anders als bei unserem „Saisonrückblick Social Media“ geht es also um eine grundlegende Einführung ins Thema – auch, aber nicht nur für Menschen, die sich bislang eventuell noch nicht sonderlich mit dem Rechtsrahmen für Social Media Aktivitäten befasst haben. Das Law Lab ist bewusst modular aufgebaut, so dass sich jede und jeder gezielt Sessions zu den Themen herauspicken kann, die sie oder er kennenlernen oder vertiefen möchte.


re:publica 15 - FINDING EUROPE

Im Law Lab erklärt Adrian Schneider den Evergreen Impressumspflicht und andere Kennzeichnungspflichten. Das Urheberrecht greift das Law Lab gleich in zwei Sessions auf: Ramak Molawi gibt einen grundsätzlichen Einblick in die Materie, und Miriam Ballhausen erklärt, wann man fremde Inhalte, die rechtliche geschützt sind, trotzdem benutzen darf. Carola Sieling vertieft das Ganze mit besonderem Blick auf das Fotorecht – und bei ihr kommt dann auch die Einführung ins „Recht am eigenen Bild“: Wer (und was) darf eigentlich überhaupt fotografiert werden?

Im fünften Workshop erklärt Ansgar Koreng die Grundzüge des Presserechts. Und kein Law Lab ohne das Thema Datenschutz: Jana Moser klärt darüber auf, welche datenschutzrechtlichen Aspekte Webseitenbetreiber beachten müssen. Jörg Heidrich bereichert das Law Lab mit einer Session zum Äußerungsrecht (Stichwort unter anderem „Beleidigungen“), und Thomas Schwenke zeigt schließlich die Grenze zwischen erlaubter Werbung und unerlaubter Schleichwerbung auf.

Weitergehende Informationen zu den einzelnen Sessions sind hier zu finden.

Posten, Liken, Teilen – aber sicher

Ehrlich gesagt kann ich gar nicht mehr sagen, wie häufig ich schon auf Veranstaltungen und in Workshops die rechtlichen Stolperfallen von Social Media aufgezeigt und erklärt habe, wie man sie nach Möglichkeit umgeht. Unverändert liegt mir das Thema aber am Herzen. Und so freue ich mich darauf, auch in diesem Jahr gemeinsam mit Thorsten Feldmann auf der re-publica wieder den „Saisonrückblick Social Media Recht“ anzubieten – wir gehen damit 2015 übrigens ins (verflixte?) siebte Jahr.

Und das ist nicht die einzige Zusammenarbeit von Thorsten und mir. Der Westdeutsche Rundfunk hat bei uns angeklopft und gefragt, ob wir Lust hätten, Social Media Recht einmal multimedial zu erklären – in Wort, Bild und Ton. Und natürlich hatten wir Lust. Herausgekommen ist eine dreiteilige Serie, die jetzt online steht.

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Im ersten Teil dreht sich alles um das Thema Urheberrecht: Was ist eigentlich urheberrechtlich geschützt, wovor schützt das Urheberrecht, und welche Ausnahmen gelten? Im zweiten Teil gehen wir intensiv auf das Thema „Recht am eigenen Bild“ ein und klären auf, wen man wann fotografieren darf (und wen wann nicht) – ein wichtiges Thema beispielsweise für Fashionblogs und die Straßenfotografie. Im dritten Teil schließlich geht es um das Äußerungsrecht, um den Evergreen Impressumspflicht und darum, wie man mit Abmahnungen umgeht.

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Angereichert werden die Filme und Texte durch Animationen und Grafiken von Lukas Kummer. Wer mehr von dessen Arbeiten sehen möchte: Hier entlang bitte.

Drei Anwälte und ein Richter

30. März 2015Allgemeinby Henning Krieg
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Ich hatte bereits einmal das Vergnügen, vom sehr geschätzten Kollegen Thomas Schwenke und dem ebenfalls sehr geschätzten Audio-Guru Marcus Richter zum PodCasten eingeladen zu werden. Unser Thema damals: „Disclaimer und andere Urban Law Legends„.

Offenbar ging das damals nicht komplett daneben, so dass die Herren nun erneut zum Gespräch einluden – und den bloggenden Strafrechtler Carsten Hoenig gleich mit. Unser Thema diesmal: Anwälte plaudern aus dem Nähkästchen. Warum ist Juristendeutsch quasi eine Fremdsprache? Was sind das für Menschen, die Internetnutzer abmahnen? Verdienen Rechtsanwälte viel Geld (oder doch so wenig, dass sie ständig abmahnen müssen)? Und wie halten sie es mit der Moral? Sprich: Die Kollegen Schwenke und Hoenig sowie meine Wenigkeit gaben Marcus Richter (und den Hörern) einen Einblick in die Welt der Juristen. Zum Ergebnis – bitte hier entlang.

PodCast_Schwenke_Hoenig_Krieg

Fun Fact: Dabei ist das noch allemal nicht aller Unfung, den die Herren Schwenke, Hoenig und ich getrieben haben. 2014 sind wir gemeinsam Fallschirmspringen gewesen und haben uns aus 3.500 Metern Höhe gestürzt – aber bei der Gelegenheit blieben die Mikrophone dann doch zu hause.

Video zum „Saisonrückblick Social Media Recht“ auf der re:publica 2013

In dieser Woche durften Thorsten Feldmann und ich im fünften Jahr in Folge mit einem gemeinsamen Workshop zum Social Media Recht bei der re:publica auftreten – Freude und Ehre zugleich. Während ich im vorhergehenden Blogpost noch „nur“ die von Thorsten und mir eingesetzten Folien zur Verfügung gestellt habe freue ich mich, jetzt auch einen Videomitschnitt unseres Workshops bereitstellen zu können:



Ein großer Dank geht meinerseits an die Macher der re:publica, an unser – wieder einmal – tolles und „interaktives“ Publikum, und nicht zuletzt auch an Thorsten. Während wir beiden in den letzten Jahren mehrfach als die „Bud Spencer und Terrence Hill des Rechts“ bezeichnet wurden, fielen dieses Jahr auch mehrfach die Namen „Statler und Waldorf“ – bis zum entsprechenden Alterszynismus ist es aber hoffentlich bei uns beiden noch einiges hin.

Das Video ist unter den Nutzungsbedingungen „Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Germany (CC BY-SA 3.0 DE)“ von den Veranstaltern der re:publica veröffentlicht worden.